die zecke
die zecke

auch mal ein lustiges gedicht!

der hintergrund zu dieser wahren geschichte: ein mittelalterliches-heerlager in bückeburg. unser “banditenlager (communitas latronum)” neben den “widderlichen” sascha vom letztgenannten lager begab sich ins gebüsch und wurde von einem saugenden untier angefallen. das sorgte für den rest des wochenendes für sticheleien, seitenhiebe und reichlich hämische bemerkungen. alles war schon wieder vergessen, bis das nächste heerlager in telgte startete. die gleichen leute, der gleiche spaß...und plötzlich war der spruch vom “zeckenzüchter” wieder da! klar, dass das boshafte nagetier sich für ein schmähgedicht nicht lange bitten ließ.....

dieses gedicht widme ich besonders sascha, der auf jedem markt unter meinen gemeinheiten zu leiden hat und dem tollkühnen (inzwischen leider verstorbenen) zeckentier, das uns allen diebischen spaß bereitet hat!

 

Die Zecke

 

Es war einmal zu Bückeburg

da hatten wir ein Lager

mit Widderlich´ und Räuberschurk’

ganz schlimm – gar keine Frage.

 

Der Sascha, groß und wohlgemut

verspürt ein menschlich Rühren

begibt sich in des Busches Hut

um sich zu entleeren.

 

Doch plötzlich aus des Busches Grün

fällt ihn an eine Zecke,

um ihm das Blute abzuziehen

zu ihrem eigenen Zwecke.

 

Die Zeck´ springt hoch und klammert sich

recht nah an sein Gemächte

das Zeckentier das freute sich

so kam´s zu seinem Rechte.

 

So ging es weiter Stund um Stund

die Zecke niemand schreckte.

Doch plötzlich ging es richtig rund,

weil Sascha sie entdeckte.

 

Nun hub an großes Wehgeschrei,

was uns nicht überraschte.

Die Nessy warf sich auf den Mann,

die Zeck’ sie bald erhaschte.

 

Die Zeck’ verschwand und es war gut.

Der Sascha war nun leise.

Dies Tier man nicht vergessen tut

Niemals – auf keine Weise.

 

So hört ihr Leut’ von mal zu mal

die Mär vom bösen Zeckenfrass.

Für Sascha ist´s zwar eine Qual,

für uns da ist´s ein Riesenspaß.

 

[die zecke]